Erfahrungsberichte unser Freiwilligen im Inland

BFD und FSJ


Melanie, BFD im Jugendverband

10.06.2015, 13:43

Ich bin Melanie, 20 Jahre alt, und habe im letzten Jahr einen Bundesfreiwilligendienst beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend Diözesanverband Aachen (BDKJ Aachen) absolviert. Angestellt wurde ich für das Projekt „72-Stunden – Uns schickt der Himmel“, welche vom 13.-16.06.2013 stattfand. In diesem Zusammenhang war ich sowohl auf diözesaner-, als auch auf regionaler Ebene in vielen Gremien aktiv, um zum Beispiel mögliche Gruppen anzusprechen, PartnerInnen für die Aktion zu finden und die Abschlussveranstaltung aktiv mitzugestalten.

Im ersten Drittel meines Jahres nahm die Aktion noch nicht meine volle Arbeitszeit in Anspruch, darum  konnte ich mit noch einen anderen Schwerpunkt für diese Zeit setzten, wo ich mich für die BDKJ/MISEREOR Jugendaktion entschied. Hier habe ich die Eröffnungsfeier mit gestaltet  und konnte meiner kreativen Seite freien lauf lassen.
Doch warum macht man überhaupt einen Bundesfreiwilligendienst? Wird man nicht eh als billige Arbeitskraft ausgenutzt und kann man da irgendetwas lernen und sich selbst einbringen?

Tatsächlich hatte ich diese Bedenken auch und ich kann alle beruhigen: Bei mir war es definitiv nicht so. Es ist normal Bedenken zu haben, jedoch waren meine Motivationspunkte viel mehr, weshalb ich mich auch am Ende dafür entschieden habe. Einer meiner Hauptgründe war einfach mal raus aus dem normalen Lernalltag. Mir war klar, dass ich im Bundesfreiwilligendienst auch Dinge hinzulerne, aber diese Dinge waren ganz andere als in der Schule und man musste nicht für irgendwelche Tests, etc. lernen. Bevor ich also im Studium weiter im Lerntrott mache, wollte ich etwas ganz anderes machen  und dabei noch Leuten helfen.
Außerdem brauchte ich ein dreimonatiges Praktikum für meine Unibewerbung, da ich aber mir sicher sein wollte, ob ich im sozialen Bereich bleiben möchte, wollte ich ein Jahr lang in diesem Bereich arbeiten, da ich so einen tieferen Einblick in das Berufsfeld bekommen habe. Außerdem hat man in den 5 Kurswochen die Möglichkeit kritisch auf seine Arbeit zu schauen und sich mit Anderen darüber auszutauschen. Diese Möglichkeit sollte man auch in Anspruch nehmen, da man so viel über sich selbst lernen kann.

Für den BDKJ habe ich mich entschieden, weil die 72-Stunden-Aktion für mich etwas ganz Besonderes ist. Sie findet nicht jedes Jahr statt und es sind einfach so viele Menschen zusammen gekommen, die durch ihr Engagement anderen Leuten geholfen haben  und ich kann jetzt sagen: Ich habe das mit ermöglicht und das ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl.
Neben dieser Wahnsinns Erfahrung, konnte ich aber noch viel mehr aus meinem Jahr lernen. Ich nehme viele persönliche Erfahrungen mit, aber auch Dinge wie ein gutes Zeitmanagement, realistische Zielsetzungen, auch mal „nein“ sagen zu können, Überwindung etwas zu tun, was man vielleicht nicht so gerne tut und kritisch auf seine Arbeit und sich selbst zu schauen, ohne dabei zu Selbstkritisch zu sein und sich auch mal Loben zu können habe ich in diesem Jahr gelernt. Dazu kommt einfach jede Menge Spaß, den ich im gesamten Jahr hatte.

Aus diesen Gründen kann ich sagen, dass sich das Jahr für mich voll und ganz gelohnt hat und wahrscheinlich für immer ein wichtiger Lebensabschnitt für mich bleibt.

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