Aktionstag #freiefahrtfuerfreiwillige

05.12.2017, 08:41

Tag für Tag setzen sich junge und ältere Freiwillige in Nordrhein-Westfalen in unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft ein. Ob im Krankenhaus, in der Kita, im Museum oder im Sportverein - Freiwillige bereichern überall den Arbeitsalltag. Dabei befinden sich die Jugendlichen in einer wichtigen Orientierungsphase ihres Lebens, die sie mit wenig Geld bestreiten. Denn es gibt im Freiwilligen Sozialen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst nur ein Taschengeld, von dem sie auch die Fahrkarte zur Einsatzstelle bezahlen.

Sie profitieren dabei nicht von Vergünstigungen, die anderen Gruppen wie Schülern und Studierenden offen stehen.

Deswegen fordern wir die Einführung eines Freiwilligentickets in Nordrhein-Westfalen.

Fast 20.000 Freiwillige leisten momentan allein in NRW mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag zum Allgemeinwohl. Die Arbeitszeit beträgt bis zu 40 Stunden in der Woche und damit arbeiten die Freiwilligen so viel wie "normale" Arbeitskräfte, das vorgesehene Taschengeld hierfür beträgt 381 EUR.

Freiwilligendienste gibt es im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich sowie im Bereich des Sports, der Integration, der Denkmalpflege und des Zivil- und Katastrophenschutzes. Freiwilligendienste fördern die Persönlichkeitsentwicklung der Freiwilligen und bringen zugleich der Gesellschaft einen großen Nutzen. Als Dienst für die Gemeinschaft, als Hilfe für die Einsatzstellen, als wertvolle Erfahrungsquelle für die Einzelnen wird dieses Engagement bisher nur bedingt anerkannt.

Ein Schritt in Richtung dieser Anerkennung ist die Einführung eines Freiwilligentickets. Ein Freiwilligenticket wird die Attraktivität des Freiwilligendienstes in NRW erhöhen, z.B. für Jugendliche, die vom ländlichen Raum in die Stadt pendeln müssen oder die einen Tarifraum wechseln müssen. Zieht man für ein Freiwilliges Jahr um, ist die selbständige Sicherung eines ausreichenden Unterhaltes schnell in Gefahr. Ohnehin ist es in vielen Fällen nicht möglich, einen Freiwilligendienst ohne finanzielle Unterstützung aus dem Elternhaus zu absolvieren.

Hier können wichtige Impulse für die ländlichen Regionen gesetzt werden und gleichzeitig die Attraktivität NRW für junge Menschen erhöht werden!

Es geht für die Freiwilligen im FSJ und BFD darum, im bescheidensten Rahmen mobil zu sein! So ist es z.B. vorstellbar ein „Semesterticket für Freiwillige" mit sechs Monaten Gültigkeit zu erschaffen! Einen Betrag etwa in Höhe der Studentenbeiträge zu den Semestertickets wäre angemessen.

Wir, die Freiwilligen Sozialen Dienste im Bistum Aachen e.V., vertreten ca. 350 Freiwillige von Schleiden bis Kempen/Viersen und schließen uns der Forderung nach einem vergünstigten Freiwilligenticket als Beitrag zur Anerkennung des Engagements von Freiwilligen an.

Wir und unsere Freiwilligen beteiligen uns an der bundesweiten Aktion #freiefahrtfuerfreiwillige am 5. Dezember 2017, dem  Tag des Ehrenamtes.

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